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Juli 04, 2018
Hi :-)

Eins meiner größten Hobbies ist es in unserem Haus rumzurenovieren.
Wir leben hier seit 10 Jahren in einem kleinen Reihenmittelhaus, welches in meinem Geburtsjahr gebaut wurde und den Charme eines Betonklotzes hat.
Als wir damals auf der Suche nach einer größeren Wohnung waren, weil drei Zimmer zu viert irgendwann doof waren, stolperten wir quasi über dieses Haus und, da kaufen günstiger war als mieten, haben wir uns diesen - damals noch sehr hässlichen - Klotz ans Bein gebunden.
Nein, eigentlich ist es kein Klotz am Bein, wir mögen unser Haus sehr, haben es nie bereut, werden zwar wahrscheinlich nie fertig mit Renovieren, aber fühlen uns hier sauwohl!

Neben dem Umbau von Küche, Arbeitsecke zu Arbeitszimmer und der Umgestaltung des Vorgartens, hat unsere Essecke gerade ein neues Outfit gekriegt.

ambazamba

Und dabei - mancher wird jetzt verständnislos den Kopf schütteln - haben wir den offenen Kamin verschwinden lassen!
Wir sind einfach keine Romantiker und finden nichts dabei ins Feuer zu gucken. Heizwirkung hat so ein uralter offener Kamin eh keine und bei Betrieb stinkt er die ganze Bude voll, so dass man im kalten Winter, wenn man (man, nicht wir ;-)) ein Feuerchen genießen will, sämtliche Fenster und Türen aufreißen muss. Wo ist da der Sinn?


VORHER sah unsere Essecke so aus. Den Kamin konnte man also eh nicht nutzen. Den Tisch mit seiner aufgelegten blauen Platte konnte wir schon lange nicht mehr sehen und die Stühle (vom Sperrmüll) hatte ich mehr als satt! Würde ich auf Lagerfeuer stehen, so hätten wir sie feierlich verbrannt!
Aber zum Sperrmüll gestellt, hat sich tatsächlich noch jemand dran gefreut! Gute Tat 
Zuerst die Tapete ab - dann ein nachhaltiges Gestell aus alten Dachlatten gebaut - ordentlich gedämmt, damit die Heizung, die an den Kamin angeschlossen ist, im Hohlraum nicht so einen Krach macht - Gipskartonplatten davor geschraubt.
Das schwarze in der unteren Platte ist die Schieferplatte des offenen Kamins, das mussten wir aussparen, sonst wäre die Platte zu weit vor gekommen. Den Funkenschutz, die Ascheschublade und die Holzauflageschienen haben wir übrigens in der Wand gelassen, falls mal irgendjemand den Kamin wieder freilegen will :-)
Die Mauervorsprünge und die Decke gestrichen - in die Zwischenräume Tapete geklebt (meine erste Mustertapete! War gar nicht so schwierig, wie ich dachte) - und verspachtelt.


NACHHER! Unter der Bar die Wand habe ich neu verputzt. Der Vorbesitzer hatte da auf Putzschienen an den Kanten verzichtet, weshalb diese inzwischen ziemlich angeknabbert aussahen. Untenrum habe ich petrolfarben gestrichen. Neue Stühle und ein neuer Tisch sind eingezogen.
Über dem Kamin war eine dicke Schieferplatte, die haben wir erhalten. Um nun links auch irgendwas zu haben, haben wir uns eine sehr preisgünstige Fake-Schiefer-Platte gebastelt. Zum Ausprobieren, ob sie passt, habe ich sie auf ein paar Fremdwörter gelegt und Du ahnst schon, die Fremdwörter liegen da immer noch! Irgendwann... sowie auch die noch fehlenden Fußleisten... Du weißt schon!


Sehr praktisch ist die dreifach Steckdose, die mein Mann eingebaut hat. Ich arbeite meist am Esstisch... naja, oder wie jetzt auf dem Sofa, aber dann kann ich prima meinen Laptop laden! Und meine Kinder können beim morgentlichen YouTube-Frühstück noch schnell ihr Handy anschließen, weil sie das gerne über Nacht vergessen!


Die Deko ist übrigens noch nicht ausgereift, das kann ich nicht so gut, da muss ich für drauf sein, aber Hauptsache Spielzeug steht rum! Am liebsten mag ich den Geduld-Kugel-Umräum-Turm aus meiner Kindheit, ganz klar ein Vorgänger der Videospiele!

Mein Mann und ich arbeiten übrigens echt gut zusammen und wir haben viel Spaß und kaum - nee, eigentlich sogar gar keinen - Stress dabei. Zusammen denken wir es uns aus. Er schleppt, konstruiert, bohrt, schraubt, bringt an... und ich kratze Tapete ab, schleife, verspachtele, tapeziere, streiche, suche die Möbel aus...

Bin ich mit dem Ergebnis zufrieden?
Ja und Nein!
- Das Petrol mag ich nicht so, über kurz oder lang streiche ich da wieder in meiner Lieblingsfarbe weiß!
- Endgeil finde ich allerdings die Tapete! Beim nächsten Wohnzimmer Makeover muss da auch die Raufaser runter und was schönes an eine Wand!
- Nicht perfekt aber trotzdem toll finde ich unser Fakeschieferbrett
- die neuen Stühle sind superbequem
- der Eichenfuniertisch duftet nach Leinöl (hab ich aufgebracht und eingeschliffen) und hat die optimale Größe
- meine gespachtelten Ecken bringen mich zum juchzen

Ich liebe unser Zuhause - immer mehr!

Renovierst Du auch selbst und auch so oft und gerne wie ich?

Liebe Grüße,

1 Kommentar:

  1. Voll toll geworden �� �� außerdem fantastisch, dass ihr so viel selbst machen könnt und euch dabei auch noch gut versteht ��

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